Wir wissen mitlerweile alle, welche Schäden wir als Menschen unserer Umwelt und den anderen Spezies auf unserem Planeten zufügen. Zerstörung von Lebensräumen, Überfischung, Überzüchtung, Klimawandel und die Einfuhr invasiver Arten hat zu Dem beigetragen, was langsam aber sicher die sechste große ‘Massenausrottung’ wird, und diesmal sind wir die Auslöser.

Aber was, wenn wir erfolgreich einige der Schäden wieder reparieren könnten und bedrohten Arten helfen könnten Ihre Bestände zu stabilisieren? Natürlich ist das eher ein Wunschdenken, aber die Geschichte der Meeresschildkröten lässt Hoffnung aufkeimen.

Meeresschildkröten schwimmen seit über 100 Millionen Jahren durch unsere Meere, aber kämpfen um Ihr leben seit wir Menschen in Ihre Lebensräume eindringen. Wenn Sie nicht zu Millionen gefangen und gegessen werden, zerstören wir Ihre Nestorte durch Bebauung und Verschmutzung der Strandregionen, oder Sie verfangen und verheddern sich in den unzähligen Netzen und Haken, die von Fischern zurück gelassen werden.

Trotzdem zeigt eine kürzlich erhobene Studie von 299 Brutplätzen an diversen Orten der Erde, dass es endlich wieder mehr Meeresschildkröten Nester gibt. Diese Studie lässt also vermuten, dass auch die Zahl der Tiere dieser vom Aussterben bedrohten Art langsam wieder steigen dürfte. Das sind wundervolle Nachrichten, grade weil das Forscherteam Tierschutzbemühungen als den Hauptgrund dieser Entwicklung sieht.

Meeresschildkröten wurden in den 70ern als bedrohte Art erkannt und in den USA und Mexiko wurden Gesetze zu Ihrem Schutz verabschiedet. Seit dem hat sich Ihr Schutz aber deutlich weiterentwickelt. Allen voran ging die Organisation WWF, die gerundete Fischerhaken entwickelte, die kaum von den Schildkröten geschluckt werden können und speziell designte Shrim-Netze, denen die Schildkröten sicher entkommen können. Diese Entwicklungen reduzieren den Beifang von Schildkröten um bis zu 90%. Andere Maßnahmen zum Schutz der Tiere sind die Abdunklung von Stränden, damit die geschlüpften Jungen nicht orientierungslos werden und Aufräumaktionen an Küstengebieten.

Das beste Beispiel für so eine Aufräumaktion ist die gemeinschaftliche Säuberung des Versova Beach im Indischen Mumbai. Was ehemals eine stinkende Müllheide, hüfthoch bedeckt mit Plastik und anderem Müll war, hat sich in einen schönen Strand verwandelt, an dem Schildkröten sicher Ihre Eier legen können. Und das nur dank der harten Arbeit vieler passionierter Freiwilliger. Die Aktion wurde vom Anwalt und Umweltaktivist Afroz Shah angeführt, der nicht nur das “größte Strand-Säuberungsprojekt der Welt”, wie die UN es nannte, organisierte, sondern auch persönlich die ersten Schlüpflinge auf Ihrem Weg zum Meer schützte. “Ich hatte Tränen in den Augen, als ich Sie zum Ozean kriechen sah,” erzählte er dem Guardian. Bei der Aktion haben die Helfer in 85 Wochen über 5 Millionen Kilogramm Müll von dem Strand entfernt und dafür gesorgt, dass die ersten Schildkröten nach vielen Jahren wieder an dem Strand nisten konnten.

Aber auch trotz dieser positiven Entwicklungen sind die Meeresschildkröten noch weit davon entfernt keine bedrohte Art mehr zu sein. Grade diese Woche wurden 300 tote Tiere vor der Küste Mexikos gefunden, die höchstwahrscheinlich in alten Fischernetzen ertrunken sind. Sechs der Sieben Meeresschildkrötenarten werden immernoch als extrem gefährdet eingestuft. Also liegt trotz der ersten messbaren Erfolge noch eine Menge Arbeit vor uns, wenn wir diese wundervollen Kreaturen auch weiterhin auf unserem Planeten leben sehen wollen. Scrollt für noch mehr Informationen nach unten und sagt uns in den Kommentaren, was Ihr denkt!

Meeresschildkröten schwimmen seit über 100 Millionen Jahren in den Ozeanen, aber seit wir Menschen in Ihren Lebensraum eindringen, kämpfen Sie um das Überleben Ihrer Art

Bildquelle: Bureau of Land Management

Wenn Sie nicht auf der Such nach einem ‘leichten Fang’ zu Millionen gefangen und gegessen werden

Bildquelle: Keenan Adams

Verenden sie gefangen in Fischernetzen

Bildquelle: Jordi Chias

Währen Klimawandel, Verschmutzung und Bebauung der Strände Ihren Lebensraum zerstören

Grade wurden wieder über 300 tote Schildkröten an der Küste Mexikos angespült, die vermutlich in umhertreibenden Fischernetzen ertrunken sind

Aber langsam zeichnen sich Änderungen ab. Aus einer aktuellen Studie von 299 Nistorten geht hervor, dass es einen leichten Anstieg der Nestzahlen gibt

Bildquelle: Papahānaumokuākea Marine National Monument

Bildquelle: Florida Fish and Wildlife

Volksinitiativen wie diese in Mumbai, Indien, räumen Strände auf, um Sie wieder zu Nistplätzen für Meeresschildkröten werden zu lassen

Bildquelle: Erik Solheim

Die Aktion wurde von Anwalt und Umweltaktivist Afroz Shah angeführt

Bildquelle: Afroz Shah

Die UN nannte es das “größte Strand-Säuberungsprojekt der Welt”, in dessen Zuge über 85 Wochen über unglaubliche 5 Millionen Kilogramm Müll entfert wurden

Bildquelle: Afroz Shah

Was einst eine stinkende Müllheide war

Bildquelle: Afroz Shah

Bildquelle: Afroz Shah

hüfthoch voll mit Plastik und anderem Müll

Image credits: Afroz Shah

Ist jetzt ein schöner Strand, an dem Schildkröten wunderbar nisten können

Bildquelle: Afroz shah

Bildquelle: Afroz Shah

“Ich hatte Tränen in den Augen, als ich Sie zum Ozean kriechen sah” sagte Shah

Bildquelle: Afroz Shah

Sechs der Sieben Meeresschildkrötenarten sind trotz Allem immernoch extrem gefährdet und es liegt noch eine Menge Arbeit vor uns, um sicher zu stellen, dass diese wunderschönen Kreaturen nicht für immer aus unseren Meeren verschwinden

Bildquelle: Afroz Shah